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Bedürfnisorientierte Kommunikation (NÖN)

Bedürfnisorientierte Kommunikation

Die bedürfnisorientierte Kommunikation oder besser bekannt unter gewaltfreier Kommunikation wurde in den 60er Jahren von M. Rosenberg entwickelt. Sie ist eine andere Form der Kommunikation, die sich an den Bedürfnissen von Menschen orientiert. Dr. Rosenberg, der heuer im Februar verstorben ist, gründete auch das Center for Nonviolent Communication. Aus diesem Center ist eine internationale gemeinnützige Organisation geworden, welche Trainings zur gewaltfreien Kommunikation anbietet.

Was kann eine derartige Kommunikation bewirken?
In einer forensisch-psychiatrischen Klinik mittlerer Sicherheitsstufe in Mendota wurde ein Programm zur gewaltfreien bzw. bedürfnisorientierten Kommunikation von Carla Corwith und Donna Riemer eingeführt, sodass die Anzahl der Isolierungen und Fixierungen von 33 (Jahr 2003) auf 6 (Jahr 2006) zurück gingen. Ebenso reduzierten sich die durch Isolierungen hervorgerufenen Stunden der Einzelbetreuung von 92,57 auf 6,4. Die Anzahl der Verletzungen und der damit verbundene Krankenstand der MitarbeiterInnen reduzierte sich von mehreren Monaten auf 0. Auch die Kosten wurden von mehreren 10 000 Dollarn wurde auf 0 gesenkt (vgl. Sears, 2012, S 13.)

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Wie funktioniert nun diese Art der Kommunikation?
Diese Art zu kommunizieren ist in vier Schritten aufgebaut und entspricht nicht unserem gewohnten, oftmals vorwurfsvollen Sprachstil.
An erster Stelle steht eine beschreibende anstelle bewertender Sprache. Beobachtungen werden dem Gesprächspartner rückgemeldet ohne zu bewerten. Der zweite Schritt beinhaltet die Beschreibung des eigenen Gefühls, dessen man sich erst bewusst werden muss. Ärgert es mich, macht es mich traurig? Die dahinterliegenden Bedürfnisse werden dann als dritten Schritt mitgeteilt. Hier drängt sich die Frage auf: was brauche ich? Zu guter Letzt wird eine klare Bitte anstelle einer Forderung geäußert.
Betrachten wir diese vier Schritt anhand folgendem Beispiel: Wie kann folgender Satz „Du bist schlampig!“ umformuliert werden?
1. Beobachtung: „In den letzten drei Tagen sind deine Schuhe im Wohnzimmer gestanden,“
2. Beschreibung des Gefühls: „das ärgert mich,“
3. Mitteilung des dahinterliegenden Bedürfnisses: „ich brauche eine ordentliche Wohnung/mir ist eine aufgeräumte Wohnung wichtig,“
4. Bitte: „räum bitte deine Schuhe, wenn du sie das nächste Mal ausziehst, in den dafür vorgesehenen Kasten.“

Im Jänner fand hinsichtlich der bedürfnisorientierten Kommunikation ein Workshop beim Roten Kreuz in Gänserndorf statt, von dem die Niederösterreichischen Nachrichten berichteten.
Hier der Artikel bedürfnisorientierte Kommunikation in den NÖN

Viel Spaß beim Training

weiterführende Literatur: Sears, M. (2012). Gewaltfreie Kommunikation im Gesundheitswesen. Paderborn: Junfermann Verlag

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